Ich bin in Sehnsucht eingehüllt

© Harald Hoffmann

Reithalle am Marstall Schloss Wilhelmshöhe, Kassel

Selma Meerbaum-Eisinger starb 1942 mit 18 Jahren im KZ Michailowka an Typhus. Geblieben sind uns ihre sehnsuchtsvollen, melancholischen und trotz allem jugendlich hoffnungsvollen Gedichte. In ihrer zeitlosen Ästhetik sind sie weit mehr als nur ein Zeugnis der drohenden Vernichtung des osteuropäischen Judentums und seines blühenden kulturellen Lebens.

Dass wir heute damit zum Nachdenken kommen können, ist zu großen Teilen Paul Celan und Hilde Domin zu verdanken. Beide Literaten werden an diesem Abend ebenfalls mit einer Auswahl ihrer Texte vertreten sein. Hilde Domin sah Selma Meerbaum-Eisingers Begabung auf einer Stufe mit dem jungen Hofmannsthal, ihre Gedichte waren für sie Lyrik, „die man weinend vor Aufregung liest, so schön, so hell und so bedroht“. Mit diesen ‚Paten‘ war Selma Meerbaum-Eisinger endlich in den Kreis der großen jüdischen Autoren aufgenommen. Selma hat sie nicht kennengelernt – aber sie hätte sie über Zeit und Raum hinweg verstanden – und sich geborgen gefühlt …

Iris Berben las bereits zwölf Texte für eine Hörbuch-CD ein. Nun steht sie mit dem Vermächtnis des jungen Mädchens auf der Bühne, zusammen mit dem Pianisten Benjamin Moser, der die Sehnsucht mit seinem Spiel ‚umhüllt‘.

Iris Berben über Selma Meerbaum-Eisinger

ARD Abendschau vom 19.10.2016 (Bayerischer Rundfunk)




  • Iris Berben
  • Benjamin Moser
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Eintrittspreise: 23 | 30 | 37 Euro

Für Schüler, Studenten etc. Ermäßigung von 4 €, wenn nicht anders angegeben

Bewirtung

ab 18.30 Uhr: Fingerfood, Wein, Sekt, alkoholfreie Getränke (Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe)
Kleine Karte im Restaurant bis 23 Uhr.